Weihnachtspäckchenkonvoi - ein kleiner Reisebericht

 

 

Hallo zusammen,


mit sehr vielen Eindrücken im Gepäck bin ich am Samstag nach einer intensiven und bewegenden Woche wieder aus Rumänien zurück gekehrt.

Ich möchte mich noch einmal ganz herzlich für die Unterstützung des Weihnachtspäckchenkonvois und die vielen Geschenke bedanken welche ich mit auf die weite Reise nehmen durfte!

Nachdem sich der Rumänien-Konvoi (20 LKW, 4 Reisebusse und 2 PKW) nach der Fahrt von Hanau in Arad getrennt hat, waren wir mit unserem Karlsruher LKW und weiteren neun Unterstützern wieder hauptsächlich in der Gegend Satu Mare im Dreiländereck Rumänien, Ungarn und Ukraine unterwegs (siehe Karte). Dort haben wir in den kleineren Dörfern die mitgebrachten Päckchen in Kindergärten, Schulen und Heimen verteilt.

Die Geschenke aus unserem Kindergarten und insbesondere die Pakete welche die Mond- und die Sternengruppe gepackt haben, konnte ich in einer Einrichtung in Sacueni übergeben.
Auch im dritten Jahr Weihnachtspäckchenkonvoi war dies ein besonderer Ort, an dem ich glaubte dass diese genau dort richtig aufgehoben sind...
Im Keller einer Kirche hat dort eine Frau einen Ort für die Kinder aus dem angrenzenden Ort aufgebaut, welcher den Kindern tagsüber die Möglichkeit gibt Kind sein zu dürfen und an dem für sie gesorgt wird (Waschen, Essen, Kleindung). Wenn man das Umfeld und die Umstände sieht fehlen mir die Worte diese zu beschreiben. Man kann sich nicht vorstellen dass man sich im Jahr 2017 innerhalb der EU befindet..
In einem sehr rührenden Moment hat mich die Initiatorin Monika gebeten Ihren Dank weiter zu geben: Sie ist bewegt und fasziniert, dass es Menschen gibt die an "Ihre" Kinder denken und dass sie nicht vergessen sind.

Neben den vielen schönen, traurigen, bewegenden und glücklichen Momenten welche sich nicht in einer Email zusammenschreiben lassen, ist ein Moment bei mir besonders intensiv hängen geblieben: In einer Gruppe in der wir Geschenke verteilt haben, war ein Mädchen welches -anders als alle anderen- Ihr Geschenk nicht ausgepackt hat. Auch als ich mich neben sie gesetzt habe und helfen wollte hat sie sich nicht gerührt. Mit Hilfe unserer Übersetzerin und der Betreuerin erklärte sich dass das Mädchen völlig überwältigt war und nicht wusste was es damit machen sollte - da sie noch nie ein Geschenk bekommen hatte...

Wir hatten in diesem Jahr eine tolle Fotografin mit im Team dabei, die m.E. nicht nur die Reise dokumentiert hat, sondern die Situationen und Emotionen sehr treffend eingefangen hat. Auch einige ihrer Impressionen habe ich mit angefügt, in der Hoffnung einige der Eindrücke weiter geben zu können. Vielleicht erkennt auch der ein oder andere sein Päckchen... :-)

Wer noch mehr von der Reise erfahren möchte darf mich gerne ansprechen.

Ich wünsche allen eine frohe, gesegnete und glückliche Advents- und Weihnachtszeit.

Vielen herzlichen Dank und viele Grüße,

Michel Dicke