Theaterausflug 28.11.2017

 

Am Dienstag den 28.11.2017 gegen 9:30 Uhr sind wir meine Klasse und ich zu dem Theaterstück
…………….. gegangen im Anne-Frank-Haus in der
Moltkestraße 20. Dieses Theaterstück war kein übliches, sondern ein ganz besonderes (wer hätt`s gedacht) es ging einerseits um Drogen was jetzt nicht das Außergewöhnlichste ist, die Menschen mochten schon immer Theaterstücke, die vom gefährlichen und unbekannten Sachen handeln, nein das besondere war, dass die Schauspieler selbst Erfahrungen mit Drogen gemacht haben und im Verlaufe ihres Entzuges ein Theaterstück entwickelt haben. Wie schon gesagt, wir betraten das Theater und jetzt muss ich erwähnen dass ich relativ oft ins Theater gehe, nämlich ins Staatstheater was 50m von unserer Haustür entfernt ist und dessen Theatersäle 50Mal so groß sind. Also nachdem wir uns gesetzt hatten und ja wie zu erwarten bei ca. 200 Schülern war der Lärmpegel natürlich dreimal so laut wie im Staatstheater bei ein paar tausend Leuten. Um nicht ganz so ungerecht zu sein, in dem Theater, in dem wir waren hat es vermutlich nicht so eine gute Raum Struktur gehabt somit hat sich der Schall von der Bühne wohl suboptimal verbreitet, es wäre aber auf jeden Fall gut gewesen, wenn die Ansage mit einem Mikrofon erfolgt wäre. Kommen wir zum Punkt, wenn ich es positiv ausdrücken soll, ich konnte in der letzten Reihe zumindest erahnen was die Ansagerin sagen wollte. Als das Theaterstück nun anfing schafften es die Schüler zumindest von selbst zu Ruhe zukommen. Jetzt kann man natürlich darüber streiten ob die Lehrer nicht schon einschreiten sollten bevor alle den Einstig ins Theaterstück halb verpasst hatten aber ehrlich gesagt der Job eines Lehrers ist ja zu unterrichten und nicht der für Ruhe zu sorgen. Das Ganze war also halb so wild, man muss nämlich noch mit in Betracht ziehen, dass der Schauspieler der vermummt war in den ersten fünf Minuten sowieso kein Wort über die Lippen gebracht haben. Dies sollte jetzt keine Kritik an den Schauspielern sein, nein, viel eher bewundere ich ihr voraus denken, dass ihnen klar war dass sie in den ersten fünf Minuten keinerlei Aufmerksamkeit bekommen. Nun sprach der Schauspieler jedoch. Er sprach über Versuchung und kam einem relativ einschüchternd vor meine erste Interpretation war, dass diese Person die Sucht verkörpern sollte, dies kann ich allerdings nicht mit Sicherheit bestätigen, da ich in der Nachbesprechung vergessen habe nachzufragen. Ein Szenenwechsel fand statt: Ein Mädchen steht auf der Bühne und versucht andere um Sie herumstehende Gruppierungen anzusprechen. Mit wenig Erfolg. Sie wird ausgegrenzt und als komisch anders nicht in die Norm passend benannt. Der vermummte Mann betrat erneut die Bühne und betont die Notwendigkeit sich der Norm anzupassen. Nun findet die (Hauptperson) jedoch Leute die sie zu akzeptieren scheinen. Sie sind freundlich und zeigen Akzeptanz. Dem Zuschauer wird jedoch spätestens jetzt bewusst, dass diese Leute nicht versuchen zu helfen, als eine CD abgespielt wird und man den Bericht einer Frau hört. Sie redet über die Zeit vor dem Einstieg in die Droge. Der Vorwurf wird geäußert, dass man von der Gesellschaft und von Bekannten wie z.B. der Familie nicht beachtet wird und nicht ernstgenommen wird und somit sich andere Freunde sucht, die einen beachten und vielleicht auch die falschen sind. Hier wird ein ganz großes Problem der Gesellschaft genannt. Ich würde es die Ignoranz nennen, auch wenn ich mir nicht sicher bin ob dies die optimale Beschreibung ist. Leute sehen die Notlage, blenden sie aber aus und machen sich vor, nichts damit zu tun zu haben. Die Hauptperson und vier weitere stehen auf und fangen an zur Musik zu tanzen, andere Schauspieler laufen ins Publikum und picken willkürlich Schüler aus den Reihen, die auch auf die Bühne sollen und mittanzen, was den meisten Schülern natürlich widerstrebt. Ich meine albern rumtanzen vorm Rest der Klasse, wer will das schon. Aber nur dumm rumstehen ist noch schlimmer.  So beginnen die meisten so halbwegs mitzumachen. 

Die vermummte Person zieht den Vergleich zwischen dieser Lage und der der Drogennehmer. Es herrscht Zwang vor: Man will kein Außenseiter sein, also macht man mit, wie dumm die Aktion auch ist ob man jetzt gegen seinen Willen tanzt oder ob man gegen seinen Willen raucht hat viel mehr mit einander zu tun als man zuerst annimmt.

Nach dieser Einbeziehung des Publikums wird zum Mittel des Ansprechens des Publikums gewechselt. Vier Personen stehen auf der Bühne und reden wild durcheinander sie steigern immer weiter ihre Lautstärke. Sie rufen Wörter wie: chillen, Liebe, Sex, Kick und wieder Sex. Zwei weitere Personen, die vor der Bühne stehen steigen mit noch lauterer Stimme in den Tumult ein. Sie verkünden laut wie herrlich doch Alkohol ist. 

Ein weiterer Szenenwechsel findet statt: Zwei Personen sitzen nebeneinander auf zwei Stühlen. Es sieht so aus als wären sie auf einem Drogentrip kurzzeitig schmusen sie mit dem anderen. Plötzlich drücken sie den anderen wieder von sich weg. Die vermummte Person behauptet, dass diese Personen Verzweiflung Wut und Angst durchleben. Und sich nach Sehnsucht, Halt und Trost sehnen. 

Die Szenenwechsel ruckartig wie auch fliesend, nun sieht man einen Doktor der Medikamente anpreist. Als erstes stellt er Ritalin vor was angeblich für die Konzentration Stärkung ist der Patient sieht allerdings ziemlich hibbelig und aufgedreht aus. Das nächste Medikament heißt Lyrica was angeblich gegen Stress effektiv sein soll. Und Propaganda was für Entspannung sorgt. Alle Patienten scheinen einen unglaublichen bedarf an den Medikamenten zu haben und brauchen mehr sie werden abhängig.
Ein weiterer abrupter Szenenwechsel findet statt in dieser Sehne wird wieder der Hilferuf von Abhängigen thematisiert. Die Schauspieler laufen auf der Bühne Rum und dies Mal wird die Sehne in eine bekannte Welt für die Schulkinder geholt. In die Welt der Medien alle Schauspieler sind am Handy telefonieren oder schauen/hören Videos oder Musik. Plötzlich bricht einer der Schauspieler in Panik auf. Und ruft nach Hilfe doch beachtet ihn niemand. Dies einer Seitz eine Kritik an der Gesellschaft jedoch kritisiert sie auch die Medien die, die Bevölkerung ablenken und zufrieden stellen wie früher im alten Rom „Brot und Spiele“ den Zweck erfühlt haben die Bevölkerung wird abgelenkt das sie nicht auf die Großen Probleme schaut. Die anderen Schauspieler lassen den Hilfsbenötigten alleine auf der Bühne zurück.
Daus selbe Schema gibt es auch bei Drogen, dies verdeutlicht uns die nächste Sehne. In der drei Schauspieler auf Stühlen sitzen und drei weitere hinter ihnen stehen es scheint so als seien die unteren Marionetten von den oberen. Die erste (Marionette) fängt an ihre Lebensgeschichte zu erzählen. Sie redet über Schorn Zen die sie im Leben verpasst hat auf Grund des Drogenkonsums. Ihre Lebens Geschichte endet damit das sie wegen Drogen Konsums ins Gefängnis kommt und ein Jahr später stirbt. Sie stirbt mit dem festen Glauben daran das Drogen ihr Helfen. Die nächste Marionette ist Heroin abhängig sie denkt das sie den Konsum beenden kann wann sie will doch sieht man ihr an das es dafür schon zu späht ist sie redet mit viel zu großen Begeisterung von der Droge. Sie verliert all ihre Freunde doch scheint es als würde ihr ihr Leben immer gleichgültiger werden und würde sich aus den Verlusten nichts machen. Die dritte Marionette ist 16 Jahre alt und verkauft ihren Körper um an Drogen zu kommen. Die Marinetten Halter und auch Lenker stehen Sinnbildlich für Die Drogen die Abhängigen nehmen.
Nun kommt der höhe Punkt der Gefahren die Drogen anrichten können. Ihre Wirkungen wurden im Verlauf des Theaters immer wider gezeigt bei der Letzten Szenen würd jedoch noch mal alles gegeben um klar zu machen was Drogen anrichten können. Es endet mit dem TOT.

 

Nachbesprechung:

Nach dem Theaterstück wurde uns die Möglichkeit gegeben. Mit den Schauspielern zu sprächen. Hier bei war jedoch klar das die Schauspieler nicht auf jede Frage antworten mussten. Eine Frage war natürlich direkt auf das Theaterstückbezogen. Die Frage lautete in etwa so: „haben sie Frei willig dieses Theaterstück geprobt oder mussten Sie dies in ihrer Erholung Kur machen?“ Dieses Theater war wie zu vermuten eine freiwillige Entscheidung es war den Schauspielern angeblich jedoch eine große Hilfe um ihre Sucht zu überwinden. Auf die Frage wie lang man in die Therapie gehen muss, wenn man Drogen nimmt war die Antwort 9 Monate bis zu einem Jahr. Eine Große Hilfe bei der Therapie und Erholung war den Schauspielern vor allem eine Gemeinschaft zu haben die sie akzeptiert. Wie zum Beispiel in einem Sportverein. Da sieht man wie wichtig Gemeinschaft ist. Durch Ausgrenzung kommt man leichter zu Drogen und ein weg um wieder davon wegzukommen ist sich wieder einzufügen.