Der Red Hand Day am 12.2.2007

 

Ein Aktionstag gegen den Einsatz von Kindersoldaten

 

Die Realschule Rüppurr beteiligt sich in diesem Jahr zum ersten Mal an der Aktion Rote Hand, die von der Aktion Weißes Friedensband initiiert wurde. Es beteiligen sich daran aber auch Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International, terre des hommes, UNICEF, Kindernothilfe etc..

Weltweit sind etwa 300 000 Kindersoldaten in den verschiedensten Ländern an kriegerischen Handlungen beteiligt. Meist wurden sie von offiziellen Armeen oder Rebellenverbänden zwangsrekrutiert und zum Kämpfen gezwungen. Auf ihre Bedürfnisse wird hierbei keine Rücksicht genommen. Die Ausbildung zum Kindersoldaten/ zur Kindersoldatin erfolgt oft unter enormem psychischem Druck, denn durch Einschüchterungen sollen die Kinder zu absolutem Gehorsam gezwungen werden und gegen Grausamkeiten jeglicher Art abgestumpft werden.
Doch auch körperlich müssen die Kinder in den Armeen hart arbeiten: Sie müssen schwere Lasten über weite Strecken befördern und erhalten nur knappe Nahrungsrationen, denn Essen und sauberes Wasser sind knapp.
Für Kindersoldaten ist das Risiko, verletzt oder getötet zu werden, hoch, denn sie werden an besonders gefährlichen Stellen der Front eingesetzt.     (Quelle: terre des hommes und Aktion Weißes Friedensband)

 

Zur Aktion am 12. Februar:

 

Am 12. Februar jährt sich zum fünften Mal das Inkrafttreten des Zusatzprotokolls zur UN-Kinderrechtskonvention, in dem Regelungen über die Beteiligung von Kindern in bewaffneten Konflikten festgehalten wurden. Es verbietet den Einsatz von Minderjährigen als Soldaten und betont die besondere Schutzwürdigkeit von Kindern in bewaffneten Auseinandersetzungen.

 

Zur Vorbereitung des Aktionstages informierten die Mitglieder der SMV die einzelnen Klassen über den Sinn des Red Hand Days und sprachen das Problem der Kindersoldaten während und nach ihrem Einsatz an. Die Klassenlehrer beziehungsweise Gemeinschaftskundelehrer besuchten gemeinsam mit ihren Klassen eine in der Bibliothek eingerichtete Ausstellung, die uns von Terre des Hommes zur Verfügung gestellt wurde. Die bewegenden Bilder und Texte, die schweigend betrachtet wurden, waren Grundlage für anschließende Gespräche im Klassenverband.
Im Anschluss druckten wir unsere Hände mit roter Farbe als Protest gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten auf eine lange Papierbahn.
Am 12.Februar werden wir mit unserer Papierbahn vor das Schulhaus treten, um unseren Protest öffentlich zu machen. Wir haben hierzu die Presse eingeladen und hoffen auch andere Menschen damit auf das Problem der Kindersoldaten aufmerksam zu machen.
Bei der Vorbereitung dieses Tages waren Schüler und Lehrer gleichermaßen betroffen, für etliche stellte sich aber auch die Frage, inwiefern wir gegen solches Unrecht ankämpfen können. Hilft unsere Solidarität mit den Kindern, die Leid und Schmerz in Kriegen erfahren müssen und wer reagiert auf unseren Protest, den wir mit unseren roten Handabdrücken äußern?
Vielleicht sind wir nur ein Körnchen Sand im Getriebe, aber wir zeigen an diesem Tag unsere tiefe Ablehnung gegen die Verletzung von Kinderrechten; wir wollen mit dieser Aktion andere zum Nachdenken anregen und die Politiker aufrufen, sich für den Schutz aller Kindern und für Frieden in der Welt einzusetzen.

Die SMV