Klassenfahr der 7b nach Sylt (Michelle Weichel)

Montag, 12.10.09

Auf großer Fahrt


Am Montag, den 12.10.09 war es endlich soweit! Meine Klasse und ich würden endlich nach Sylt fahren. Wir alle hatten uns schon riesig darauf gefreut und konnten es kaum erwarten dort zu sein, denn wir hatten alle keine Ahnung, was uns dort erwarten würde, und das machte es so aufregend. Unser Zug sollte um 6.50 Uhr abfahren, deshalb waren auch schon alle anderen da, zusammen mit Frau Reber unserer Klassenlehrerin und Herrn Rudolf, der sich als zweite Begleitperson bei uns anschloss.
Bei der Abfahrt winkten uns alle Eltern eifrig nach.
Die Zugfahrt erwies sich als sehr lustig und unterhaltsam.
Um 15.30 Uhr kamen wir auf Westerland an. Es erwartete uns ein großer Bus, der uns direkt zum „Fünf- Städte-Heim“, unserer Jugendherberge, fahren würde. Der Busfahrer war sehr witzig und freundlich. Er hatte viele Geschichten über Sylt parat, um uns die Fahrt etwas unterhaltsamer zu machen.
Endlich kam unsere Jugendherberge in Sichtweite. Sie sah genauso aus wie auf den Bildern im Internet und die vielseitigen Freizeitbeschäftigungen, die um das Haus herum waren, ließen es gleich noch sympathischer wirken. Man konnte Fußball oder Basketball spielen oder aber auch schaukeln oder einfach nur alles anschauen und erkunden. Dafür war aber jetzt erstmal keine Zeit, denn der Herbergsvater erklärte uns die Hausregeln. So musste beispielsweise jede Klasse einmal Küchendienst übernehmen und einmal Hofdienst machen Außerdem musste jeder aus der Klasse einmal Tischdecken und Tischwischen.



Der erste Abend

 

Nachdem wir unsere Koffer ausgepackt hatten, zogen wir unsere Gummistiefel an und auf gings zum Meer. Ich freute mich sehr darauf, denn es war der erste Strand, den ich sehen würde. Als ich dann auf dem Strand war und die Wellen auf meine Füße glitten, konnte ich gar nicht fassen, in was für einer schönen Umgebung ich mich befand. Es war so unrealistisch schön. Viele aus meiner Klasse wagten sich ihre Füße ins Wasser zu stellen und auch immer tiefer hinein zu gehen, deshalb beschloss auch ich dies zu tun. Doch die Versuchung wurde immer größer, es machte Spaß vor den Wellen zu flüchten. Das musste ich auch versuchen, doch es erwischte mich eine Welle. Doch statt zu
schreien, weil mir so kalt war, lachte und schrie ich vor Freude, denn ich fühlte mich so frei.
Vor dem Zubettgehen wollten wir noch alle zusammen Billard spielen. Ich war begeistert, wie viele dies so gut beherrschten. Ich schaute vorerst nur zu, während Helena, Sofia, Max, Guliano, Alex und viele andere ihr Glück versuchten.
Eswar aber ein witziger Abend, aber leider war auch irgendwann Schicht im Schacht und wir mussten auf die Zimmer.
Anastasia wollte mit Beatrice, Rene und mir Flaschendrehen spielen, ihre Aufgaben waren fies, ich musste zum Beispiel eine Türklinke ablecken, ihhh git!!!!!!

 

 

 

Dienstag, 13.10.09


Am Morgen trafen wir uns nach dem Frühstück zum Klassenrat im Aufenthaltsraum, hier sprachen wir über unser Verhältnis miteinander, Kritik und Wünsche
Nach dem Mittagessen war eine Wattwanderung geplant.
Ein junge Frau, die ihr freiwilliges soziales Jahr auf Sylt ableistete, begleitete uns bei der Wattwanderung.
Die Wanderung war sehr interessant. Die Leiterin erzählten uns etwas über die Tiere, die im Watt leben. Jeder war eifrig damit beschäftigt, nebenher Muscheln als Erinnerung zu sammeln. Auf einmal schrie Nick: „Eine Qualle!“ Sofort rannten wir alle auf ihn zu, um die tote Qualle zu bestaunen, sie war ziemlich ekelig, kam aber trotzdem nicht ohne ein Foto davon.
Nach dem Abendessen hatten Frau Reber und Herr Rudolf wieder etwas mit uns vor. Dieses Mal wollten sie mit uns kegeln gehen. Es war eine alte Kegelbahn, wo man die Kegel selbst aufstellen musste. Wir fanden das anfangs blöd, doch bald erwies sich das als der beste Teil des Spiels. Denn Rene und Tom, die hinten waren, um die Kegel aufzustellen, waren ein super Team! Es war schön, dass Frau Reber und Herr Rudolf auch mitmachten. Aber jeder schöne Tag hat auch ein Ende und wir mussten wieder auf unsere Zimmer.

 

 

Mittwoch, 14.10.09

 

Beim Frühstück teilte uns Frau Reber mit, dass wir heute eine Seerundfahrt mit der Fähre machen würden und anschließend ein bisschen einkaufen gehen konnten. Und danach würden wir eine kleine Ausstellung besuchen Das hörte sich abenteuerlich und witzig an.
Die Aussicht aufs Meer war einfach fantastisch und überraschte mich immer wieder aufs Neue. Bevor wir ins Schiff gingen, begegneten wir dem berühmten Seehund Willi, der im Hafen herumschwamm. Er war ganz schön pummelig, da er oft gefüttert wurde, aber auch wir ließen es uns nicht verbieten, ihn zu füttern. Er würde so schnell nicht abnehmen.
Auf dem Schiff war ein Zivildienstleistender, der etwas während der Fahrt über das Wattenmeer und seine Bewohner erzählte. Sehr interessant war es, als er Krabben und Krebse aus dem Wasser fischte und sie dem Publikum zeigte.
Nach der Fahrt durften wir erstmal etwas bummeln.
Nach dem Shoppen überredeten wir die Lehrer noch mal mit uns zum Strand zu gehen. Wir alle genossen die Sonne, die Stimmung am Meer und natürlich die Strandkörbe!
Anschließend gingen wir zur Wattenmeerschutzstation. Hier gab es Fische und Krebse, die man sich anschauen konnte, viele Wissensfragen, ausgestopfte Tiere, und vor allem die berühmte Sylt Rallye. Wir stellten Rekorde auf, wer am kürzesten braucht. Nick war ziemlich gut, aber Frau Reber war besser und schaffte sie in 20 Sekunden! Beim Abendessen redeten alle über den tollen Tag.
Und später wollten wir wieder alle kegeln gehen, weil es so toll gewesen war. Beim Kegeln hatten wir super viel Spaß, weil wir Namen für uns erfanden: „Der unglaubliche Torsten“ dann „Die wunderschöne Helena“ und die „quietschiege Michelle“ ......

 

 

Donnerstag, 15.10.09

 

Heute stand die Inselrundfahrt und der Besuch der „Sylter Welle“ auf dem Programm.
Die Geschichten des Busfahrers waren erstaunlich. Er erzählte uns, dass das teuerste Hotel hier 10.000 Euro die Nacht kostet! Wer hat denn bitte so viel Geld? Wir machten einen Zwischenstop bei der Busfahrt, um uns eine Kirche anzusehen. Es gab sogar ein Buch, wo man etwas rein schreiben und so zu Gott beten oder ihm danken konnte. Das hatte ich natürlich gemacht, obwohl ich nicht sehr christlich, aber auch kein Antichrist bin. Viele aus meiner Klasse schrieben auch rein.
Danach fuhren wir zur Sylter Welle. Ich sollte eigentlich nicht ins Wasser, also legte ich mich zusammen mit Herrn Rudolf in Liegestühle und wir unterhielten uns.
Beatrice kam vorbei und meinte, ich könnte doch eigentlich einfach im Wasser laufen, Badesachen und Handtücher hatte ich ja dabei. Also ich ging mit ihr ins Wasser, das war ganz schön witzig, aber meine Mutter hat davon bis heute nichts erfahren, sonst wäre sie wahrscheinlich durchgedreht.
Und wie es sich für jedes Freizeitbad gehörte, gab es auch Rutschen. Rene, Beatrice und ich rutschten vorerst nur die Reifenrutsche. Wir versuchten so viel Gewicht wie möglich auf den Reifen zu behalten, damit wir mehr Speed hatten, aber dann waren wir so schnell, dass Rene sich
nicht mehr halten konnte und ohne den Reifen hinunte rutschte und „HILFE“ schrie.
Das brachte mich soooo zum Lachen......

Am Abend waren wir noch in der Disco im Fünf-Städte-Heim.
Wir standen nur rum und lästerten, aber dann fingen wir langsam an zu tanzen. Zuerst Yannick mit seinem Jumpstyle, dann Guliano, Max und deren Freunde. Danach auch die Lehrer Und dann irgendwann auch ich, zusammen mit Frau Reber. Irgendwann hatten nämlich die anderen kein Bock mehr und ich und Frau Reber waren die Dancing Queens. Im Zimmer meinte Anastasia noch so „Ich hätte nicht gedacht dass Michelle so abgeht.“ Das war schon komisch, aber cool. Die Party war gar nicht so schlecht,, nur der DJ vielleicht.

 

 

Freitag, 16.10.09

 

Tja, Tag der Rückfahrt...
Wir mussten packen und durften, bevor unser Zug kam, noch mal nach Westerland zum Bummeln. Wir suchten einen neuen Schneebesen (Kopfmassage) für Beatrice, da sie den alten verloren hatte. Wir machten einen Z

Zwischenstopp beim Mc Donalds und holten uns Cheesbürger, da es ein langer Tag mit wenig Essen werden würde.
Um 23.05 Uhr erreichten wir alle total müde unser Zuhause: Karlsruhe. Wir freuten uns, unsere Eltern wieder in die Arme schließen zu können und ihnen von allem zu erzählen. Natürlich verabschiedeten wir uns auch voneinander. Dieses Landschulheim war echt total schön und ich fand es so schade, dass es vorbei war und deshalb würde ich auf jeden Fall immer wieder mit dieser Klasse fahren, weil es einfach schön war und ich denke, dass ich damit für meine ganze Klasse spreche. Sylt war geil!

 

Eure Michelle