Sport mit Handicap - Projekt „Behindertensport“

 

Nach den Herbstferien hat die Klasse 5a im Sportunterricht ein Projekt zum Behindertensport begonnen, dass noch bis zu den Weihnachtsferien andauern wird. Die Schülerinnen und Schüler stellten sich selbst die Aufgabe nachzuempfinden, wie es sich für körperlich gehandicapte Menschen anfühlt Sport zu treiben bzw. ob dies überhaupt möglich ist. Hierzu entwickeln die Schüler nun eigene (Behinderten)Sportarten und Übungen. Am Freitag, den 22.11.2013 bekam die Klasse 5a Besuch von zwei Sportlern, die aus eigener Erfahrung über den „Sport mit Handicap“ berichten konnten. Frau Schütz und Herr Heine sind einseitig oberschenkelamputierte Sportler, die sich zuerst im Klassenzimmer sehr viel Zeit für die Fragen der Schülerinnen und Schüler nahmen und aus ihrem eigenen Leben mit der körperlichen Behinderung erzählten. Sie brachten unter anderem eine Laufprothese mit Carbonfeder mit, die herumgereicht wurde. Die Fragen der Schüler waren sehr vielseitig. So kamen zum Beispiel ganz praktische Fragen auf, wie man denn im Rollstuhl eine Treppe überwindet und ob im Alltag Probleme auftreten. Welche Sportarten können Sie nicht machen? Andere Fragen hingegen waren sehr tiefgehend und wurden ebenso ehrlich beantwortet. Wie fühlt es sich an nur ein Bein zu haben? Wie ist es für Sie im Rollstuhl zu sitzen? Denken Sie, wenn ich jetzt auch ein Bein verlieren würde, würde ich das auch so schaffen wie Sie?

Nachdem alle Fragen beantwortet waren, ging die Klasse mit ihren Gästen in die Sporthalle und probierte nun einige Behindertensportarten aus. So wurden eine abgewandelte Form des Sitzvolleyballs und Krückenfußball gespielt. Nicht immer war es leicht sich an die Regeln zu halten: Ob der Po beim Sitzvolleyball doch einmal den Boden verließ oder das zweite Bein beim Krückenfußball doch verwendet wurde… Dennoch gaben die Schülerinnen und Schüler alles und konnten ganz neue Erfahrungswerte sammeln. Abschließend konnte sich die Klasse noch beim Rollstuhlfahren ausprobieren.

Die Klasse hatte die Gelegenheit ganz neue Körpererfahrungen und –wahrnehmungen zu machen, die sie nun im noch folgenden Projektvorhaben einbringen kann.